Artikel

Home / Artikel
CR1777-Foto-01

Angesichts der Verwirrung, die in der Kirche vorherrscht

Nach der Beerdigung von Benedikt XVI. zeichnet sich im Vatikan ein Chaos ab, dessen Konturen noch nicht abzusehen sind. Das erste Element der Verwirrung, nämlich der Name des verstorbenen ehemaligen Pontifex, wurde bei seiner Beerdigung ans Licht gebracht. Der Name Benedikt XVI. ist offensichtlich ein Höflichkeitsname, denn seit dem 28. Februar 2013 gibt es nur noch einen Papst im Vatikan, und das ist Franziskus, wie Msgr. Gänswein selbst, Benedikts Sekretär, in den vergangenen Tagen immer wieder betont hat. Korrekter wäre es nach Ansicht der Kanonisten…

CR1776-Foto-01

Die zwei Päpste und das Geheimnis der Kirche

Das Jahr 2023 überliefert der Zukunft ein noch nie dagewesenes Bild: das Begräbnis eines Papstes, dem ein anderer Papst vorsteht. Ein Bild, das das Wesen des Papsttums berührt, das nach dem Willen Jesu Christi eins und unteilbar sein soll. In einem Interview mit Bruno Vespa erklärte Kardinal Joseph Ratzinger am Karfreitag 2005, als er noch Präfekt der Glaubenskongregation war, daß „das Pontifikat eine einzigartige Verantwortung ist, die der Herr gegeben hat und die nur der Herr zurücknehmen kann“. Acht Jahre später jedoch, am 11. Februar 2013,…

CR1772-Foto-01

Königin Elizabeth II. und das Royal Assent

Einem Bericht der Times of Malta vom 4. Dezember zufolge hat der Präsident der Republik Malta, George Vella, ihm nahestehenden Personen anvertraut, daß er ernsthaft über einen Rücktritt nachdenkt, falls die Abtreibung in seinem Land entkriminalisiert wird. Dieser Fall erinnert an die eintägige Abdankung des belgischen Königs Balduin am 4. April 1990, um die Einführung des Abtreibungsgesetzes nicht zu unterzeichnen, aber auch an den Fall des italienischen Ministerpräsidenten Giulio Andreotti und des Staatspräsidenten Giovanni Leone1, die, obwohl sie persönlich gegen die Abtreibung waren, das vom italienischen Parlament am 22.…

CR1770-Foto-01

Ist Krieg immer ungerecht?

Worin besteht der christliche Frieden? Der moralische Imperativ der Kirche ist der Friede, der ein Gebot göttlichen Rechts ist. Frieden ist jedoch nicht die bloße Abwesenheit von Krieg, sondern gründet sich auf der von Gott geschaffenen Ordnung, und nur der Staat, der diese Ordnung fördert oder zumindest respektiert, kann sich politischer und sozialer Ruhe erfreuen. Um Frieden zu erreichen, genügt es nicht, an eine rein menschliche Idee der Brüderlichkeit zwischen den Menschen zu appellieren. Oft wird dadurch sogar das Gegenteil erreicht. Das 20. Jahrhundert, das…