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Zum hundertsten Todestag von Lenin (1924–2024)

Der hundertste Todestag von Wladimir Iljitsch Uljanow, bekannt unter dem Kampfnamen Lenin, einer der verbrecherischsten Persönlichkeiten der Geschichte, wurde von einer düsteren Atmosphäre umhüllt. Er starb am 21. Januar 1924 in Moskau an den Folgen eines Schlaganfalls, nachdem er 54 Jahre zuvor in Simbirsk am Westufer der Wolga geboren worden war. Als Sohn eines Schulinspektors war Wladimir Uljanow ein typisches Produkt jenes Rußlands der Jahrhundertwende, in dem, wie Curzio Malaparte schrieb, „der kleinbürgerliche Fanatismus vom marxistischen Liberalismus bis zum verrotteten Christentum Tolstois reichte“.1 Seine Jugend…

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Ist Franziskus Papst? Zweifel und Widersprüche

Der elfte Jahrestag des Pontifikats von Franziskus rückt näher, und von vielen Seiten werden beunruhigende Fragen gestellt: Ist der amtierende Papst rechtgläubig oder ist er in die Häresie abgerutscht? Und wenn letzteres der Fall ist, ist er dann noch Papst? Und wenn er sein Pontifikat nicht wegen Ketzerei verloren hat, könnte er es dann wegen eines kanonischen Fehlers im Zusammenhang mit seiner Wahl oder dem Rücktritt von Benedikt XVI. verloren haben? In Italien ist die Debatte vor allem nach der Verbreitung der Thesen des Journalisten Andrea…

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Afrikanische, belgische und niederländische Bischöfe und Fiducia supplicans

Die Bischofskonferenz der Region Nordafrika (CERNA), die vom 11. bis 15. Januar in Rabat (Marokko) tagte, hat die Erklärung Fiducia supplicans (siehe hier) angenommen, in der hinsichtlich der „pastoralen Segenspraxis“ festgelegt wird, daß es möglich ist, den Segen nicht nur einzeln zu erteilen, sondern auch Personen, die sich „in einer irregulären Situation“ befinden und gemeinsam um den Segen bitten, vorausgesetzt, daß dies „keine Verwirrung für die Betroffenen selbst oder für andere schafft“. Mit dieser Haltung wurde die Einmütigkeit untergraben, die um das von Kardinal Fridolin Ambongo unterzeichnete Kommuniqué des Symposiums der Bischofskonferenzen…

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Quo usque tandem? Das Glaubensdikasterium „segnet“ die Sünde wider die Natur

Die Erklärung Fiducia supplicans über die pastorale Bedeutung von Segnungen, die am 18. Dezember 2023 vom Dikasterium für die Glaubenslehre veröffentlicht wurde, markiert einen der Tiefpunkte des Pontifikats von Papst Franziskus. Dieses Dokument, das im Widerspruch zur kirchlichen Lehre steht, billigt und fördert sogar die „Segnung“ von „Paaren“, die in einer in sich unmoralischen Situation leben, mit besonderem Augenmerk auf homosexuelle Paare. Um die Ursprünge dieser Entwicklung zu verstehen, muß man in die frühen 1970er Jahre zurückgehen, als sich auf der Welle der 68er-Revolution, aber auch der nachkonziliaren…

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Erzbischof Viganò und der Anarcho-Vakantismus (Teil 2)

Erzbischof Carlo Maria Viganò hat Papst Franziskus oft als „Untermieter von Santa Marta“ bezeichnet und damit angedeutet, daß er ihn nicht als Stellvertreter Christi anerkennt, dem gegenüber Respekt geboten ist. Doch erst in den letzten Monaten des Jahres 2023 hat er seinen Standpunkt hinreichend deutlich gemacht. Insbesondere in einer Video-Einspielung bei der Catholic Identity Conference am 1. Oktober 2023, die von den Veranstaltern nicht ausgestrahlt, aber vom Erzbischof veröffentlicht wurde, sprach Msgr. Viganò von einem „Mangel an Zustimmung“, der die Herrschaft von Papst Franziskus ungültig machen würde.…

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Die Bischöfe Strickland, Schneider und Viganò. Einige Fixpunkte (Teil 1)

Am 11. November 2023 gab der Heilige Stuhl bekannt, daß Papst Franziskus Monsignore Joseph E. Strickland von der Leitung der Diözese Tyler in den Vereinigten Staaten abberufen und Bischof Joe Vásquez von Austin zum Apostolischen Administrator der freigewordenen Diözese ernannt hat. Der Hauptgrund für die Abberufung wäre die fehlende Gemeinschaft mit den anderen Bischöfen der Vereinigten Staaten. Wenn also die Haltung von Msgr. Strickland dem Heiligen Stuhl „spaltend“ erschien, dann deshalb, weil der Bischof von Tyler das große Verdienst hat, zu der tiefen Krise in…

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Franziskus, der Krieg und die Heiligen Stätten

Es gab große Erwartungen wegen der Synode, die am 4. Oktober 2023 im Vatikan eröffnet wurde, doch drei Tage später, am 7. Oktober, richtete sich die internationale Aufmerksamkeit auf den Nahen Osten, der durch den brutalen Angriff der Hamas auf Israel plötzlich blutig war. Dieses Ereignis, das auf die russische Invasion in der Ukraine im Februar 2022 folgte, stellt einen neuen Faktor dar, der das zerbrechliche Gleichgewicht in der Welt störte und die Existenz einer Kriegsgefahr für den Westen bestätigte, die in diesem Moment ihr…